Chapter 17.00: g) Iamblichos.
Entstehung und Ausbreitung der Alchemie, mit einem Anhange
By Author ujjwalg) Iamblichos. ****
Die größtenteils sehr unklare, vielfach interpolierte, durch ihre
zahlreichen Angaben über Gewichtsverhältnisse bemerkenswerte Abhandlung
des (im übrigen vollständig unbekannten) IAMBLICHOS bespricht
zunächst die ποίησις χρυσοῦ (Bereitung des Goldes) durch eine
verwickelte Diplosis, deren Anfangsstadium, als das des χρυσὸς μέλας
(des schwarzen Goldes), offenbar der „Schwärzung“ entspricht[741];
weiterhin soll die „Magnesia“ genannte Metall-Legierung (σῶμα
μαγνησίας) in Pferdemist erwärmt, mit verschiedenen Chemikalien
behandelt und schließlich durch das Xerion (ξήριον) in Gold verwandelt
werden. Zur Darstellung des Xerions selbst sind eine große Menge der
mannigfaltigsten Materialien notwendig, u. A. Die νεφέλη ἰταλικὴ πρὸ
ὀφθαλμῶν, „die italische Wolke für das Auge“[742], d. I. Ein durch
Sublimation bereitetes Antimonpräparat aus italischem „Stimmi“, dem
seit jeher als vortreffliches Augen-Heilmittel und -Schminkmittel
gebrauchten Schwefelantimon oder Grauspießglanz.
Gold wird außerdem noch mittels der Galle des Huhnes, Fuchses,
Kamels und Ichneumons dargestellt, — offenbar in Gestalt der gelben
glänzenden Gallen-Firnisse[743].
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