Ch. 16: f) Petesis.
f) Petesis. ****
PETESIS (äg. = Geschenk der Isis, Isidor) oder PETASIOS, der von den einen als Mitschüler, von den anderen als Schüler des OSTANES ausgegeben, in einer dem Leidener Papyrus zugehörigen Schrift als Priester und Magier angeführt, und bei OLYMPIODOROS „König von Armenien“ betitelt wird[736], war nach Angabe des PHILOSOPHUS CHRISTIANUS der erste, der mit Offenheit, wenn auch nicht mit völliger, gewisse Geheimnisse des großen Werkes besprach: u. A. Den Doppelsinn des Wortes [ἀρσενικόν] (Männliches und Arsen), sowie einige Gewichtsverhältnisse und Darstellungsweisen[737], z. B. Die des göttlichen Wassers, das er „Galle der Schlange“ genannt haben soll[738]. Den syrischen Manuskripten zufolge war einer seiner wichtigsten Aussprüche: „Durch Nachdenken wird das Werk vollendet“[739]. Neben der rechten Einsicht bezeichnete er als unumgängliche Bedingungen guten Gelingens: Reinheit, Tugend, Frömmigkeit, Freiheit von Neid und Habsucht, sowie Anstreben des Erfolges aus bloßer Liebe zur Sache; wo diese Voraussetzungen erfüllt sind, ist das große Werk nur „die Arbeit eines Kindes“, ein Kinderspiel[740].