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Ch. 24: b) Pibêchios.

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b) Pibêchios. ****

PIBÊCHIOS⁠[1067] [äg. = der Sperber des HORUS; s. Den APOLLO BECHIS, = „HORUS den Sperber“, bei PLINIUS, lib. 30, cap. 2, in des APULEIUS „Magia“, cap. 90, und im Teil V des Leidener Papyrus] soll im 4. Jahrhundert zu Alexandria gelebt und ein „Buch von den Steinen“ geschrieben haben, aus dem eine Stelle zitiert wird, der gemäß er sich beim Zerkochen und Verbrennen gewisser Materialien des Bocksblutes (αἷμα τράγου) bedient habe⁠[1068]. Seine Arbeiten betrafen die Darstellung und Anwendung des göttlichen Wassers⁠[1069], vor allem aber die des Quecksilbers, das nach ihm die größte Affinität zu allen Stoffen besitzt⁠[1070], so daß sämtliche Substanzen Quecksilber enthalten und aus ihm bestehen⁠[1071]. Nach Angabe der syrischen Manuskripte schrie PIBÊCHIOS auf allen Märkten aus: „Sämtliche Körper sind Quecksilber, sämtliche Körper enthalten Quecksilber! Wenn Du es ausziehst und fixierst, so erhältst Du das Gesuchte! Dies ist das enthüllte Geheimnis! ⁠[1072]“

Die syrischen Manuskripte berichten auch über einen Brief⁠[1073], in dem PIBÊCHIOS dem Philosophen und Magier OSRON in Persien mitteilt, er habe in Ägypten, in einem Verstecke, die göttlichen Schriften des großen OSTANES gefunden, vereinigt in einem „Krone“ betitelten Buche, das ihm aber, weil in persischer Sprache abgefaßt, unverständlich sei, weshalb er um eine Übersetzung bitte. Aus OSRONS Antwort und einer weiteren Erwiderung des PIBÊCHIOS ist zu ersehen, daß die „Krone“ in 365 Abteilungen „die ganze Kunst“ enthielt, nämlich die Astrologie und Astronomie, die Philologie und Philosophie [hier wohl = Kunde von den „rechten Worten“, d. I. Von den Beschwörungsformeln], die Vorschriften betreff der Opfer und Mysterien, die Magie, sowie die Herstellung von Edelmetallen, Edelsteinen und Purpur oder anderen kostbaren Farbstoffen [d. I. Die Chemie]. Nunmehr studierten und kommentierten die zusammenberufenen Kunstbeflissenen Ägyptens diese Schrift, entzifferten mit ihrer Hilfe auch die heiligen Säulen des HERMES, und teilten ihre Befunde dem Könige⁠[1074] mit; teils durch ihn selbst, teils durch die Priester und Philosophen, wurde darauf die göttliche und unerzählbare Kunst auf sieben Säulen niedergeschrieben. Diese befahl der König in einem Geheimbaue aufzustellen, der auch mit symbolischen Bildern [= Hieroglyphen] und einem sich selbst in den Schwanz beißenden Drachen geschmückt wurde; er verschloß ihn durch sieben Türen und gab Auftrag, sie nur Edlen und Eingeweihten zu öffnen, die göttlichen Mysterien jedoch allein dem Kreise der Nachfolger des großen Meisters kund zu tun; die Priester versiegelten sodann den geheimen Bau und reisten ein jeder wieder nach Hause. Die sieben Türen aber bestanden nach Einigen aus Blei, Elektron, Eisen, Gold für die Sonne, Kupfer für KRONOS, Zinn für HERMES, und Silber für den Mond, nach anderen hingegen aus Blei für KRONOS, Elektron für ZEUS, Eisen für ARES, Gold für HELIOS, Kupfer für APHRODITE, Zinn für HERMES und Silber für SELENE. [Auf diese Beziehungen wird weiter unten noch zurückzukommen sein.]

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