Ch. 25: c) Heliodoros.
c) Heliodoros. ****
HELIODOROS, der nicht näher bekannte, christliche Verfasser eines dem Kaiser THEODOSIOS gewidmeten Gedichtes „Über die mystische Kunst der Philosophen“, soll im 4. Jahrhundert gelebt haben, was zutreffen kann, falls es sich um THEODOSIOS I. (379–395) handelt[1075]; das in verschiedenen Fassungen vorliegende und auch öfter ins Lateinische übersetzte Gedicht zählt etwa 270 jambische (sog. Politische = volkstümliche) Verse und ist ebenso schlecht und nachlässig betreff der Form, wie leer und dunkel hinsichtlich des Inhaltes, der übrigens nirgends über die allergewöhnlichsten alchemistischen Redensarten hinausgeht. BORRICHIUS, der es in einem äußerst seltenen, 1696 aus seinem Nachlasse herausgegebenen Werke bespricht[1076], sagt nicht mit Unrecht, wer daraus klug werden wolle, möge sich einen OEDIPUS zur Stelle schaffen.